Wie ich die Laufzeit meines iPhone-Akkus verdoppelte

Vor kurzem habe ich meinem iPhone-Akku eine wirklich funktionierende Frischzellenkur gegönnt: Statt nur noch knapp zwei Tage hält der schon etwas ältere Akku jetzt locker wieder die doppelte Laufzeit, also etwa vier Tage.

Alles was ich dazu tun mußte, war – ein Providerwechsel. Das hört sich vielleicht etwas abenteuerlich an, ist es aber nicht, sondern hat einen klaren technischen Hintergrund:

Mein bisheriger Provider sendete in einem Netz, das ich in der Wohnung kaum empfangen konnte. Im Haus war der Empfang reine Glückssache, vor der Tür ging es mit Ach und Krach. Der neue Provider ist in einem anderen Netz, und der Empfang ist überall und auch innerhalb des Hauses prima.

Ein iPhone (oder natürlich auch jedes andere Handy oder iPad mit 3G/UMTS) meldet sich in kurzen Zeitabständen bei der nächstliegenden Sende- / Empfangsstation, loggt sich dort ein und hält den Kontakt. Damit ist gewährleistet, das das Handy im Netz angemeldet ist und angerufen werden kann.

Ist diese Station weiter entfernt, muß das Handy seine eigene Sendeleistung immer mehr erhöhen, um den Kontakt zu halten. Man kann das ohne weiteres mit rein akustischen Signalen vergleichen:

Steht mein Gegenüber nur einige Meter entfernt, ohne durch Wände oder sonstige Hindernisse abgeschirmt zu sein, so können wir uns normal unterhalten. Ist mein Gegenüber aber so weit entfernt, das ich es kaum noch verstehen kann, so muß auch ich laut brüllen, um mir Gehör zu verschaffen. Und das kostet viel Energie.

Hat also ein Handy permanent mit zu kurzer Akkulaufzeit zu kämpfen, kann auch ein relativ schlechter Empfang die Ursache sein. Ein Netzwechsel kann dann hilfreich sein.

Übrigens: Wenn ein Handy schlechten Empfang hat und ständig mit maximaler Sendeleistung versucht, den Kontakt zur nächsten Station aufrechtzuerhalten, ist auch die Strahlung im Nahfeld des Handys sehr hoch. Der bessere Empfang garantiert dann auch eine geringere Strahlungsintensität.

(b537/hr)

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